Kroatien in Schwarzweiß

Eigentlich – das ist mir bewusst – ist es ja fast eine Sünde, durch die Konvertierung in Schwarzweiß den Fotos vom Meer in Kroatien die Farbe zu nehmen. Das Wasser schimmert in beeindruckenden Blau- und Grüntönen, zumindest wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes und ganz sicher eine Reise wert.

Aber ich glaube, es gibt genug Farbfotos, die das dokumentieren, und außerdem habe ich ja nicht nur das Meer und nicht nur zur besten Tageszeit für satte Farben fotografiert. Jedenfalls habe ich einige meiner Bilder vom diesjährigen Sommerurlaub in Schwarzweiß umgewandelt und letztendlich gefallen sie mir besser als die farbigen Originale.

Entstanden sind die Fotos alle in der näheren Umgebung von Senj – einem Ort an der Küste gut 50 km südlich von Rijeka. Einen großen Reiz machen neben den tollen Farben auch immer die an der Küste vorgelagerten Inseln aus.

Bearbeitet wurden alle Fotos übrigens – das will ja mancher Leser wissen – nur mit den Bordmitteln von Lightroom.

Ulf Cronenberg, 25.09.2016

5 Kommentare

  1. Hi Ulf, ein bisschen schräg ist es schon, wenn du von den beeindruckenden Farben sprichst, sie dann aber nicht zeigst :-). Ich male sie mir jetzt in Gedanken beim Betrachten einfach hinzu ;-). Sehr schöne Aufnahmen. Die Wolken-Formation ist grandios!
    LG, Conny

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    1. Hallo Conny, ich freue mich immer über deine Rückmeldungen. Ja, mir ist das bewusst, dass es schräg ist, auf die Farbtöne zu verweisen, aber Schwarzweiß-Fotos zu zeigen … Und diese Wolken bei den letzten beiden Fotos fand ich auch extrem großartig – genauso toll ist aber, wie die Hügellandschaft ganz hinten schattiert ist. Das sieht man in der Verkleinerung leider etwas schlechter als in Originalgröße.
      Viele Grüße, Ulf

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  2. Wer noch Filme belichtet, muß sich bereits zum Aufnahmezeitpunkt für schwarzweiße oder farbige Bilder entscheiden und den Film gezielt hinsichtlich der Kontraste, der Gradation etc. belichten und entwickeln. Dieser Ablauf bietet sich aber auch für die Digitalfotografie an, wenn eine bewusste Komposition und Wirkung im Ergebnis vom Fotografen angestrebt wird.

    Das Foto im Querformat der Wolkenformation überzeugt kompositorisch bereits in der winzigen Vorschau und zeichnet sich durch hohe SW Kontraste aus, während die übrigen Motive weniger von den weißen und schwarzen Formen profitieren – möglicherweise jedoch von komplementären Farbkontrasten, etwa gelb versus blau?

    Und wer im Raw-Format speichert, kann später am Rechner die Belichtung, die Kontraste, die Gradation für SW sowie in Farbe die Farbbalance via Weißabgleich justieren u.v.a.m. …

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    1. Hallo Jolomy,
      klar, das Wolkenfoto deckt sicher am meisten den vollen Kontrastumfang ab, aber ich finde es auch in Ordnung, wenn eine Sonnenuntergangsaufnahme vor allem dunkle Tönen hat und da Weiß etwas weniger vorhanden ist – das ist ja die besondere Stimmung bei Sonnenuntergang.
      Ansonsten gebe ich dir aber recht, dass es – zumindest wenn man sich an Ansel Adams und so orientiert – gut ist, wenn man einen hohen Kontrastumfang hat. Allerdings ist das halt auch nur eine Richtung der Fotografie …
      Viele Grüße, Ulf

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      1. Hallo Ulf,
        es war die (unbeschnittene) Lenticulariswolke, die meine visuelle Aufmerksamkeit spontan erregte und nicht fototechnische Attribute der Bilderkollektion – zumindest für meinen Geschmack würde hier die Farbe vom Inhalt ablenken. Dafür reichte schon ein kleines farbiges Sujet im Foto – etwa das kastenförmige Gebäude im Mittelgrund.
        Der Fotograf erinnert sicherlich noch die besondere Stimmung beim Sonnenuntergang – allein durch das Betrachten der SW-Bilder, denn die Farbgebung, die Geräusche etc. steuert sein Gedächnis unwillkürlich bei. Einem unbeteiligten Betrachter fremder Fotos fehlen genau diese stimmungsvollen (eigenen) Erinnerungen. Aber dafür gibt es ja auch einen erläuternden Text zur Serie …
        … beste Grüße, Jolomy

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